Gedichte zur Weihnacht



ausgewählte Werke von Fridolin Wasserburg
und Carsten Jürgen,
illustriert von Jascha Buder
für die Weihnachtsseite 1999
der Carola von der Hausfrauenseite

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Freunde zum Fest

Zur Weihnacht lud ich Freunde ein
Onkel, Tante und ein Schwein.

Irgendwann, spät in der Nacht
haben wir’s ins Bett gebracht.

Sanft schnarchend hör ich’s, wenn ich lausch
im klebrig süssen Glühweinrausch.


Der erste Schnee

Vater, Mutter, Kind und Flunder
Schauen still des Winters Wunder.

Was der Flunder sehr mißfällt,
Daß der Schnee kein Salz enthält.

Unsre Flunder freut sich heut,
Denn ab heut wird Salz gestreut.

Neulich im Wald

Plötzlich, wie auf ein Kommando,
Schwankt eine Tanne auf mich zu.
Sie sagte laut: "Ich heiß' Orlando!"
Dann fragt sie mich: "Und wie heißt du?"

Ich blickte ihre Zweige an:
Daß eine Tanne reden kann?
Verwundert ging ich aus dem Wald,
Wo lange noch die Tanne lallt.


Ein Hering namens Johann Waldemar

Der Hering Johann-Waldemar
und Esther, so hieß seine Schwester
feierten Weihnachten in diesem Jahr
bei Paul dem Kater
und seinem Vater.
Sie feierten dort, bis nach Silvester
als Zeit für's Katerfrühstück war.


Zeichnungen von Jascha Buder aka Bruder JaB.

Gedichte "Der erste Schnee" und "Neulich im Wald" von Fridolin Wasserburg, "Die Ringelschneuze und andere Raritäten des täglichen Lebens", veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von RWS.

Gedichte "Freunde zum Fest" und "Ein Hering namens Johann Waldemar" von Carsten Jürgen.

© 11/99 <yaws> by carsten juergen